2000: Wöhrmann gibt Startschuß zum Lauf in eine neue Dimension

Diettrich und Saalbach gewinnen / Erstmals Kinderläufe
Penggg....!!! Der Startschuss zum Lauf in eine neue Dimension war gefallen. Als der Sunderaner Tennis-Star Jens Wöhrmann am Silvestertag des vergangenen Jahres die Läufer auf die Strecke Richtung Soest geschickt hatte, war klar: Gerade hat der Silvesterlauf eine neue sensationelle Bestmarke überschritten. Knapp 6 000 Läufer, Skater, Walker und Wanderer – das ist Rekord! Die 19. Auflage des Traditionsrennens wurde zum Lauf der Superlative.
Aber nicht nur die Teilnehmerzahl setzte eine noch nie dagewesene Bestmarke. Was sich auf der Bundesstraße abspielte, toppte die Stimmung der vergangenen Jahre um ein Vielfaches. Über 20 000 Zuschauer ließen es sich nicht nehmen und feuerten die Sportlerinnen und Sportler zwischen Werl und Soest aus tiefster Kehle an, schwenkten Fahnen und feierten ein gigantisches Volksfest. An der ganzen Strecke gab es Musikkapellen und Bands, Suppe wurde verkauft und Getränkestände standen überall.
Grund für dieses Wahnsinns-Spektakel war vor allem das „Bomben-Wetter“. Ein Sonntag als Sonnentag; zwischen Niederschlags- und Kältezone hatte sich ein Traumwetter an Silvester geschoben. Weil der letzte Tag des Jahres zudem auf einen Sonntag fiel, war der Ansturm auf die Anmeldestelle und der Drang der Zuschauer zur Strecke heftig wie nie.
Sportlich entwickelte sich der Lauf zu einem Rennen der Debütanten und Georg Diettrich von der LG Braunschweig stieg zum neuen König des Silvesterlaufes auf. Nach einem spannenden Kop-an-Kopf-Rennen über 15 Kilometer entschied der Schlussspurt. Bei dem hatte Diettrich noch mehr Reserven und letztendlich damit auch die Nase vorn. Er siegte in der Zeit von 47:00 Minuten vor Carsten Thoma (47:02), der für Nonstop Ultra Brakel startete.
„Diese Veranstaltung genießt bundesweit einen exzellenten Ruf. Ich war fasziniert aber auch etwas überrascht von der Stimmung an der Strecke, denn dass an einer Bundesstraße so viele Menschen stehen würden, hätt´ich nicht gedacht“ gestand Dietrrich und fügte an: „das war der größte Erfolg meiner Karriere“.
Das Rennen ihres Lebens lief Elke Saalbach von der LG Olympia Dortmund bei ihrem Silvesterlauf-Debüt. Sie vermieste damit der Vorjahressiegerin Waltraud Klostermann den dritten Triumph in Serie. „Dass ich Waltraud Klostermann hinter mir gelassen habe, krönt meine erste Teilnahme bei diesem Rennen“, freute sich später die Siegerin, die nach 56:32 Minuten den Zielstrich überquert hatte.
Erstmals durfte auch im vergangenen Jahr der Nachwuchs ran. Rund 180 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich und rannten unter dem Motto „Kinder laufen für Kinder“ beim ersten Silvesterlauf für Kinder für den guten Zweck. „Genau das hat noch gefehlt“, sagten viele Eltern am Streckenrand. Hier können Kinder am Silvesterlauf-Phänomen teilhaben, ohne deshalb gleich eine so große Strecke von 15 Kilometern Länge bewältigen zu müssen.
Sehr zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung zeigte sich auch Ingo Schaffranka von der organisierenden Firma Hellweg-Marketing. „Ich bin kaputt und zufrieden“, verriet er nachher stolz, „wir haben alle Rekorde geschlagen. Das ist okay und war gigantisch gut“. 
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