1999: Hunold und Kloster-mann Millenniumssieger

Die Titelverteidigung gelingt perfekt
Jahreswechsel, Jahrhundertwechsel, Jahrtausendwechsel. Millennium, wohin man nur sah und hörte. Auch beim Silvesterlauf am endgültig letzten Tag des Jahrtausends. Mal stand die Zahl 2000 in Farbe auf die Wangen geschrieben, mal wurde sie in Brillenform vorangetragen, mal fand sie Ausdruck auf den zahlreichen Transparenten am Rande der Strecke. Volksfeststimmung war angesagt. Und die 3600 Läufer und 600 Wanderer wurden von geschätzten 15000 Zuschauern auf einer Welle der Sympathie von Werl über die 15 Kilometer nach Soest getragen.
Sportlich gesehen schien die Aussicht auf einen Lauf ins neue Jahrtausend die Sportlerinnen und Sportler auf der Strecke zu Höchstleistungen anzutreiben. Vorneweg in einem Feld der sportlichen Extra-Klasse wollten die Meister des alten Jahrtausends noch einmal ihre Künste unter Beweis stellen. Lars Hunold und Jens Wilky (beide LG Olympia Dortmund), der bis dato dreimalige Silvesterlauf-Sieger, lösten sich unmittelbar nach dem Start eindrucksvoll vom Feld. Nach sechs Kilometern entschloss sich Hunold zum Solo nach Soest und hing seinen Vereinskameraden entschlossen ab. Nach exakt 46:50 Minuten blieb die Uhr für Hunold auf dem Soester Marktplatz stehen. Titelverteidigung geglückt!
Wie die Herren, so auch die Damen. Mit gleichem Ende, denn auch diesmal triumphierte ebenfalls die Titelverteidigerin. Waltraud Klostermann aus Ennepetal setzte sich gegen die eigentliche Königin des Silvesterlaufes, die Mendenerin Sigrid Wulsch, mit knapp 19 Sekunden Vorsprung in 56:04 Minuten durch.
Nur Gewinner gab es beim stimmungsvollen Ausklang des Jahres auch beim abschließenden Kassensturz. Der beförderte nämlich einen Erlös des Laufes von knapp 70 000 Mark zu Tage. Das Geld kam dem Kolpingbildungszentrum in Werl zu Gute, dessen Leiter Dr. Norbert Tschirpke es sich nicht nehmen ließ, auch selbst die Laufschuhe zu schnüren. 1:26:13 benötigte der Leiter der Einrichtung für die 15 Kilometer lange Strecke.
Erstmals organisiert wurde die 18. Auflage des Traditionsrennens von Werl nach Soest von „Hellweg Marketing“. Ingo Schaffranka von der Organisationsleitung zog ein positives Fazit: „Ich bin sehr zufrieden. Besonders vor den beteiligten Vereinen ziehe ich den Hut. Ich habe schon viele Veranstaltungen organisiert. Was aber hier beim Silvesterlauf alles glatt gelaufen ist, habe ich noch nicht gesehen“. Seine Vorstellungen für die nächsten Jahre: „Mein Ziel wären 5000 Läufer. Das ist die sportliche Hausaufgabe. Wir sollten aber auch die komplette westfälische Spitze hierhin kriegen. Das muss aber allein über den Reiz des Laufes gehen.“ 
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