1998: Ein Sieg ohne große Emotionen

Schwärzester Tag in der Silvesterlaufgeschichte
Es ist das schwärzeste Jahr der 20-jährigen Silvesterlauf-Geschichte überhaupt. Trauer und tiefe Betroffenheit machten sich am Neujahrstag breit, als die Nachricht vom Tod von zwei Sportlern beim Silvesterlauf von Werl nach Soest bekannt wurde. Das Mitgefühl der tief getroffenen Organisatoren galt zwei Läufern, die kurz vor Erreichen der Soester Innenstadt an Herzversagen starben. Die Nachricht von den Todesfällen wurde erst weit nach Ende des Rennens bekannt und von allen Beteiligten mit Bestürzung aufgenommen.
Sportlich schlug der Dortmunder Überraschungssieger Lars Hunold den Favoriten ein Schnippchen und gewann vor 15 000 Zuschauern den Silvesterlauf von Werl nach Soest. Mit 37 Sekunden Rückstand folgte Bernd Schapdick (Dorsten), danach Vorjahressieger Sebastian Bürklein (Wattenscheid), der Bürener Christian Melzer sowie der für die LG Menden startende Werler Martin Haselhorst.
Bei den Frauen gab es ebenfalls einen Außenseiter-Erfolg. Nach 56 Minuten lief die Ennepetalerin Waltraud Klostermann als Erste über die Ziellinie. Auf den Plätzen folgten die Königin des Silvesterlaufs, Sigrid Wulsch (Menden), Gabriela Rutkowski (Valbert), Etienne Schaaf (Unna) und Anja Großkreutz (Menden).
Bei der von zwei Todesfällen überschatteten Veranstaltung hatte es mit mehr als 4000 Läufern und über 900 Wanderern einen neuen Teilnehmer-Rekord gegeben. Zwischenfälle wie diesen mit zwei verstorbenen Sportlern hatte es in der 17-jährigen Silvesterlauf-Geschichte noch nicht gegeben.
Erstmals hatte es auf Privatinitiative einiger Eltern einen Bambini-Lauf für den letzten Teil der Laufstrecke von Ampen nach Soest gegeben. Zudem vervollständigten über 100 Walker und Inlineskater das Feld zusammen mit einem Demonstrations-Auftritt von Rollstuhlfahrern.
Diese waren ein Sinnbild für die Veranstaltung: Der Erlös des Silvesterlaufes 1998, von über 100000 Mark, floss der Beratungsstelle für Behinderte des Diakonischen Werks Hochsauerland/Soest zu. 
|