1992: Jens Wilky läuft Silvesterlauf-König Weijts auf und davon

Wulsch kann Vorjahresieg wiederholen / Weijts nicht
Postkartenpanorama gab es beim elften Silvesterlauf im Jahre 1992. Bei traumhaften Winterwetter gingen 3400 Läufer und 700 Wanderer, so viele wie nie zuvor, an den Start.
Dazu gab es noch den Sturz des Favoriten und bisherigen Abonnementsiegers Jean Weijts. Mehr als 15000 Zuschauer feierten den 22 Jahre alten Jens Wilky, der für die LG Olympia Dortmund an den Start gegangen war. Kurz hinter Ostönnen hatte Wilky den für die LG Menden startenden Belgier einfach abgehängt. Weyts, für den es bereits das 35. Rennen in dem Jahr war, konnte nicht mehr kontern: „Ich bin schlecht gelaufen, weil ich zu viel gelaufen bin.“
Wilky hatte sich zuvor eigentlich nicht zuviel vorgenommen, er wollte nur so lange wie möglich an Jean Weijts dranbleiben. Doch nach den ersten sieben Kilometern änderte er seine Taktik und zog an. Nach 45:26 Minuten erreichte er als Erster in Soest das Ziel. Getragen wurde er vor allem aber von der unvergleichlichen Begeisterung an der Strecke. Zweiter wurde Robert Langfeld aus Wipperfürth in 46:24 Minuten. Auch er konnte Weijts überholen, der sich dann mit dem dritten Platz in einer Zeit von 46:50 Minuten zufrieden geben musste.
Bei den Damen gewann die Favoritin souverän. Sigrid Wulsch setzte sich in 54:01 Minuten vor ihrer Vereinskameradin Andrea Wever (55:52) durch. Es war der bis dahin vierte Triumph für die Bau-Ingenieurin. Wirkliche Konkurrenz hatte sie nicht zu fürchten, beim Start jedoch war sie nicht sicher ob noch eine Frau vor ihr war und so stürmte sie bis 10 Kilometer regelrecht nach vorne und erst dann schaltete sie einen Gang zurück, als sie sah, das keine andere Dame mit ihr mithalten konnte. „Das war ein Heimspiel“ ließ sie nach dem Zieleinlauf überglücklich verlauten und war sich sicher im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, um ihre Siegesserie fortzusetzen.
Insgesamt kamen beim 11. Silvesterlauf über 75000 DM zusammen, die an die Kinderkrebshilfe in Wickede gingen. Diese unterstützte die Düsseldorfer Krebsklinik, die von dem Geld ein dringend benötigtes Dialyse- und ein Beatmungsgerät, sowie einen Überwachungsapparat und andere wichtige medizinische Ausrüstung finanzieren konnte. 
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