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1988: Edwards gewinnt souverän

Wulsch setzt sich nach Kopf-an-Kopf-Rennen durch

 

Bisher hatte das Wetter dem Top-Ereignis am Jahresende immer Tribut gezollt. Sechs Jahre lang. Doch beim Silvesterlauf 1988 sah der Himmel gar nicht gut aus. Milchiggrau und verhangen präsentierte er sich am Morgen des Silvestertages. Gegen 13 Uhr setzte leichter Nieselregen ein und kurz vor dem Start fing es endgültig an zu schütten.

Der „Sonnenlauf“ vom Vorjahr sollte sich nicht wiederholen. Doch vom schlechten Wetter ließ sich keiner abschrecken. 3200 Läufer und 400 Wanderer gingen an den Start. 10000 Zuschauer säumten die Bundesstraße bis nach Soest. Sie feierten den für den Marathon Club Menden startenden Engländer Malcolm Edwards und die Siegerin bei den Frauen, Sigrid Wulsch.

Auf die Strecke geschickt wurden die Läufer punktlich um 13.30 Uhr vom sechsmaligen Dressur-Olympiasieger Dr. Reinhard Klimke. Besondere Attraktion am Start war in diesem Jahr das Football-Team Hagen Oaks. Sie bildeten zum ersten Mal die Startlinie beim Silvesterlauf.

Mit Malcolm Edwards gewann der er-klärte Favorit. Jean Weijts war in diesem Jahr nicht am Start. Der viermalige Silvesterlauf-Sieger hatte seine Teilnahme kurz zuvor abgesagt. Gegen Edwards hätte er es aber sicherlich schwer gehabt. Der erreichte in einer Zeit von 45:18 Minuten das Ziel und verwies damit Alfons Struch vom TuS Anröchte, der mit einer Zeit 46:04 Minuten im Ziel ankam, auf den zweiten Platz. Dritter wurde Jörg Valentin  von der LG Gevelsberg in 46:57 Minuten.

Bei den Damen lieferte sich die Vorjahressiegerin Sigrid Wulsch mit Susanne Hülsch ein packendes Rennen. Es war das gleiche Laufduell wie schon zwölf Monate zuvor beim Silvesterlauf 1987. Doch damals hatte Sigrid Wulsch ihre Konkurrentin klar distanzieren können.

Bis Kilometer 13,5 führte aber erst Susanne Hüls. Doch Sigrid Wulsch arbeitete sich heran und auf den letzten 1500 Metern lieferten sich die beiden ein Kopf-an Kopf-Rennen. Die Entscheidung fiel auf den letzten 500 Metern, die Wulsch im Sprint für sich entscheiden konnte. Mit ihrer Zeit von 52:55 Minuten blieb sie nur fünf Sekunden über ihrer Bestzeit. Neun Sekunden später blieb Susanne Hüls mit 53:04 Minuten  nur noch der zweite Platz bei den Damen.

Fast alle Läufer äußerten sich nach dem Zieleinlauf positiv über das nasse Wetter. Solche Temperaturen und Witterungsverhältnisse seien ihnen lieber als die 15 Grad plus, die beim Vorjahresrennen geherrscht hatten.

Insgesamt kam beim Silvesterlauf 1988 ein Erlös von mehr als 60000 Mark  zusammen, die auf das Spendenkonto des „Weißen Rings” floßen.


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Silvesterlauf 2007