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1984: Der Beginn einer sensationellen Silvesterlaufkarriere: Jean Weijts

Gaby Wolf glückt die erfolgreiche Titelverteidigung

 

Eisig war der dritte Silvesterlauf. Die Siegerehrung geriet durch einen Wirbel von weißen Flocken in eine stimmungsvolle Sache und der Lauf nahm damit einen stilgemäßen Abschluß. Doch der Himmel wartete erst, bis der letzte Läußer auch wirklich im Ziel war, bevor es zu schneien begann. Zudem fing die Erfolgsgeschichte von Jean Weijts an.

Bei kaltem Seitenwind gewann er den Lauf souverän in 45:43 Minuten vor Walter Kaderhandt von Marathon Menden, der knapp eine Minute später das Ziel erreichte. Dritter wurde Jürgen Fabian aus Beckum. Doch schon bei der Siegerehrung kündigte Weijts an, dass er seinen ersten Platz im nächsten Jahr verteidigen wolle. Dies war noch keinem Silvesterlaufgewinner gelungen.

Bei den Damen gewann die damalige deutsche Marathon-Vizemeisterin Gaby Wolf aus Dortmund in 52:20 Minuten. Aber auch ein Weltrekord war zu vermerken. Franz-Bernhard Meyer und Reinhold Winkel vom PSV Lippstadt transportierten sich abwechslend in einer Schubkarre von Werl nach Soest und damit ins Guiness Buch der Rekorde. In einer Zeit von 1:16:00 Stunden bewältigten die Beiden diese spezielle Belastung und ließen trotzdem noch mehr als 500 Teilnehmer hinter sich. Auf die Idee gekommen waren sie bei einem Schubkarren-Rennen beim Bördetag in Soest, wo sie eine gute Figur gemacht hatten. „Da lag es nahe, zu Silvester einen Rekordversuch zu wagen“, erklärte Reinhold Winkel. Im Jahr zuvor waren sie in Badeanzügen, die um 1900 in Mode waren, gelaufen.

Eine Neuerung gab es bei der Organisation des Laufes. Gestartet wurde nicht, wie in den beiden Jahren zuvor, auf dem Marktplatz in Werl. Neuer Startplatz war die Werler Stadthalle. Der Umzug erwies sich als kluger Schachzug der Organisatoren, da die knapp 1900 Läufer und 300 Wanderer mit der Stadthalle die richtigen Bedingungen für Anmeldung und Kleiderwechsel vorfanden, wie es sie in ihrer Großzügigkeit bei keinem anderen Lauf dieser Größenordnung gab.

Rad-Olympiasieger Freddy Schmidtke schickte das riesige Feld der Läufer von dort aus mit dem Startschuß auf die Strecke.

Der Lauf stand unter dem Motto „Eine Schule in Sao Luis“. Franziskaner-Pater Erich Löher im Nordosten Brasiliens, der das Projekt leitete und überwachte, war nach der Veranstaltung fassungslos über die Höhe des Erlöses, die Pater Reinhard Kellerhoff vom Forum der Völker ihm mitteilen konnte. 35 000 Mark waren beim dritten Silvesterlauf zusammen gekommen. Mit dem Erlös konnten die Franziskaner in Sao Luis zehn Schulen bauen und damit etwas Langfristiges im Kampf gegen die Armut in Brasilien schaffen.


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Warsteiner
Silvesterlauf 2007