1983: Strahlende Sieger: Welzel und Wolf gewinnen 2. Auflage

31000 Mark an Jürgen-Wahn-Stiftung
Beim zweiten Silvesterlauf immer noch über 14,6 km konnte der Vorjahressieger Manfred Schoeneberg seinen Titel aus dem Vorjahr leider nicht verteidigen. Eine Krankheit machte es ihm sogar unmöglich überhaupt an den Start zu gehen.. Stattdessen dominierte ein 22-Jähriger Student den Lauf. Volker Welzel vom VfL Platte Heide ließ seinen Gegner keine Chance und hängte sie wie ein Formel-1-Wagen ab.
Wolfgang Rickert vom TV Fredeburg hielt noch ein paar Kilometer mit, musste dann aber auch einsehen: „Gegen den habe ich keine Chance“. Der Sauerländer gab sich schließlich mit dem zweiten Platz und der Spitzenzeit von 45:00 Minuten zufrieden.
Damit war er sogar noch schneller gewesen als Vorjahressieger Manfred Schoeneberg. Im Ziel angekommen gönnte er sich aber erstmal zusammen mit seinen Fredeburger Freunden Peter Droste und Hans Grebe als Belohnung ein Bier. „Dieser Lauf gehört zu Silvester wie Sekt“, stellte das Trio fest, „wir kommen 1984 wieder, ein anderer Silvesterlauf steht für uns gar nicht zur Disposition.“
Bei den Frauen gewann Gaby Wolf vom LAV Dortmund in der Klassezeit von 50:32 Minuten. Damit hatte sie die Siegeszeit von Gertrud Nau aus dem Vorjahr um mehr als 13 Minuten unterboten. Der zweite Silvesterlauf sprengte alle Erwartungen. Waren beim ersten „nur“ 660 Läufer an den Start gegangen, so war es bei der zweiten Auflage schon die dreifache Menge.
Auch die Zuschauer hatten sich explosionsartig an der Strecke vermehrt und machten den Tag zu einem sensationellen Spektakel. Nicht nur der Erste, sondern alle Läufer, die an den Start gegangen waren, um 15 Kilometer zu bewältigen, wurden gefeiert. Über 31000 Mark kamen zu Gunsten der Jürgen-Wahn-Stiftung zusammen.
Für großes Staunen sorgten unter den Läufern in diesem Jahr zwei Rollstuhlfahrer, die scheinbar mühelos mithielten. Stefan Sieben aus Wetter kam sogar mit der Klassezeit von 1:00:26,9 Stunden als 267. ins Ziel. „Erst hatte ich Bedenken“, erzählte er über seinen ersten sportlichen Einsatz dieser Art, „aber dass ich so weit vorne gelandet bin, hat mich wahnsinnig gefreut.“
Der Silvesterlauf 1983 war auch der letzte, der über die Strecke von 14,6 km ging. Im nächsten Jahr wurde dann eine Extra-Schleife eingeführt, um genau auf 15 Kilometer zu kommen. 
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