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05.09.2006 - Westfalenpost

Silvesterlauf als Volksfest
Werl. (hase) Der Silvesterlauf der Westfalenpost bleibt ein reines Volksfest des Breitensports. Spitzenleistungen sind erwünscht, werden jedoch nicht eingekauft. Den Vorschlag eines potenziellen Silvesterlauf-Sponsors, Geldpreise für die schnellsten Männer und Frauen zu zahlen, wurde von den Organisatoren der Großveranstaltung bei der ersten Planungssitzung in Werl nahezu einstimmig abgelehnt. Ein Geldinstitut hatte den Siegerpreis ins Spiel gebracht und zugleich als Bedingung für sein Engagement als Sponsor der innerhalb des Silvesterlaufes ausgetragenen Firmenlaufwertung genannt. Da aber spielten die Macher aus den Vereinen nicht mit. Sie wollen am Prinzip festhalten, dass kein Silvesterläufer mit Gagen oder Geldpreisen nach Hause geht. ,,Diese Entscheidung muss man so hinnehmen", sagt Silvesterlauf-Organisationsleiter Ingo Schaffranka, ,,das ist eine Entscheidung zwar gegen den Spitzensport, doch für das Breitensportprinzip." Erübrigt haben dürften sich damit auch Gedankenspiele, nach denen möglicherweise der frisch gebackene Europameister Jan Fitschen (TV Wattenscheid) als Zugpferd angesprochen werden sollte. Der TV Wattenscheid war immer wieder mit seinen Athleten von Werl nach Soest auf die Strecke gegangen und hatte mit Christoph Schöning und Marc Ostendaarp auch schon Silvesterlaufsieger gestellt. Ein schnelles Rennen könnte es aber dennoch von Werl nach Soest geben. Silvesterlauf-Organisator Ingo Schaffranka will den Frontläufern Beine machen, in dem er Schulstaffeln über 10x1,5 Kilometer oder 15x1000m mit ins Rennen schickt. Durch diese Aktion könnte ein schöner Bogen zum Marien-Gymnasium Werl geschlagen werden, das für die Renovierung seiner Aula einen Teil des Silvesterlauferlöses erhalten wird. ,,Ich könnte mir vorstellen, alle Gymnasien in NRW einzuladen, eine Staffel beim Silvesterlauf an den Start zu schicken", sagt Ingo Schaffranka. Sollte der Sponsor dann eine Siegerprämie an die schnellste Schule loswerden wollen, hätte das Silvesterlauf-Team nichts dagegen. 
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